WANN BIN ICH ESPORTLER?

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Als wir von eversity vor 3  Jahren damit anfingen den ersten Trainerschein in Deutschland zu entwickeln, war der Aufschrei unter den Eltern groß. Fragen von besorgten Eltern, wie etwa „eSport was ist denn das?“ oder „Das ist doch nur gezocke, warum sollte man da was lernen?“ waren eher die Regel als die Ausnahme. Einige dieser Fragen konnten wir bereits in unserem Blog beantworten doch andere blieben bis heute offen.
Daher wollen wir uns heute der Frage widmen: „Wann bin ich eigentlich eSportler“?

Werfen wir zunächst einen Blick auf die allgemeine Definition von eSport.
„Der Begriff E-Sport, bezeichnet den sportlichen Wettkampf nach festgelegten Regeln, zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen. Neben der Beherrschung des eigentlichen Computerspiels benötigen die Spieler verschiedene motorische und geistige Fähigkeiten für den sportlichen Erfolg. Hierzu zählen im besonderen Maße: Hand-Augen-Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit. Räumliches Orientierungsvermögen, Spielübersicht, Spielverständnis, taktische Ausrichtung, Durchhaltevermögen, vorausschauendes und laterales Denken.“

Folgt man diesen Worten, wäre jeder der ein Computerspiel in einem sportlichen Wettkampf spielt tatsächlich bereits eSportler –  doch ist das auch wirklich so?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, zwingt uns jedoch etwas genauer hinzuschauen.
Ab wann genau man nicht mehr als Gamer, sondern als eSportler betitelt wird, ist bis heute offiziell nicht genau festgelegt, aber es gibt in der Branche eine tendenzielle Meinung für diese „Rote Linie“. Grundsätzlich gilt in der Branche, wie in der Definition bereits ähnlich beschrieben:
Wer mit der Teilnahme am sportlichen Wettkampf im eSport ein Einkommen erzielt, der kann sich mit Fug und Recht als eSportler bezeichnen.
Dies ist übrigens auch in anderen Sportarten in Deutschland ähnlich geregelt! Im Handball oder Volleyball sind längst nicht alle Spieler auch hauptberuflich Sportler. Die Regel ist eher umgekehrt, sodass die Mehrheit der Spieler einem „normalen“ Beruf ausübt und anschließend in der Freizeit auf hohem Niveau ihrem Hobby oder Zweitberuf nachgeht. Oftmals sogar ehrenamtlich!

Einige werden jetzt aufschreien und sagen: „ Aber die Profis von Liquid, Mousesports oder Alternate sind doch richtige eSportler und nicht diese Silber Boys aus dem Solo Que!“
Leider müssen wir euch enttäuschen und diese Aussage als rein subjektiv betrachten, denn der Unterschied im Bekanntheitsgrad oder im Einkommen durch Wettbewerbseinnahmen, definiert nicht ob man eSportler oder Gamer ist.

Allerdings stimmen wir zu, dass diese beiden Faktoren maßgeblich den Erfolg eines eSportlers beeinflussen und dies zwingt uns zugleich dazu, den Begriff eSportler etwas genauer zu definieren.
Hierfür haben wir uns verschiedene relevante Parameter angesehen, verglichen, ausgewertet und anschließend folgende Tabelle erstellt.

 

Einkommen* (in Euro)

Wtl. Zeitaufwand (in Stunden)

Statistische Rank-Verteilung der Spieler (in %)

Erfahrung (in Jahren)

Profi eSportler

Min. 1500

40 +

Top 0,1 – 0,5

3+

Semi-Profi eSportler

450 +

30+

1 – 5

2+

Amateur eSportler

Bis 450

10+

5 – 80

 Bis 2

Gamer

Variabel

80+

Ein paar Beispiele:
Du bist Gamer, wenn du:
6 Stunden in der Woche Counterstrike spielst, dich im unteren Rankingbereich befindest und keinerlei Einkommen mit Wettkämpfen erzielst.

Du bist Semi- Profi eSportler, wenn du:
mindestens 30 Stunden in der Woche in deinen Beruf investierst, dich im oberen Rankingbereich befindest, ein Einkommen mit wettbewerbsmäßigen Spielen von 450€ oder mehr erzielst und mindestens 2 oder mehr Jahre Erfahrung in deinem Spiel hast.

Du bist auch Gamer, wenn du:
20 Stunden in der Woche spielst, 3 Jahre Erfahrung hast, dich im mittleren Rankingbereich befindest und keinerlei Einkommen mit Wettbewerbsmäßigen Spielen erzielst.

*Um diese Tabelle einfach zu halten haben wir Sachwerte, wie die von Vereinen oftmals ausgegebenen Aufwandsentschädigungen Tastaturen, Mäuse oder anderweitige Soft/Hardware, in dem Punkt „Einkommen“ zusammengefasst.
** Die ermittelten Werte sind Durchschnittswerte und spiegeln einzelne Spieletitel nicht exakt wieder.

Unsere abschließende Antwort auf die Frage: „Wann bin ich eigentlich eSportler“ ist also ganz einfach zu beantworten. Es gehört nicht viel dazu, eSportler zu sein, doch je mehr Erfolg man damit hat, desto eher kann man sein Hobby zum echten Beruf machen und wird als eSportler wahrgenommen.

Und wenn es als Spieler nicht reicht, dann gibt es noch andere Möglichkeiten im eSport tätig zu sein. Einen Beitrag zu dem Thema „Jobs im eSport“ findet ihr hier, oder ihr schaut euch unsere Ausbildungen an – manchmal genügt schon eine weitere Fortbildung aus unseren eSportNEEDS für den entscheidenden Qualifikationen.

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